Effekte von HIT vs. WB-EMS auf das kardiometabolische Risiko bei untrainierten Männern 30-50 Jahre

Untersuchungsziel

Zeiteffiziente Trainingsmethoden fördern möglicherweise ein regelmäßiges Training und können geeignete Mittel zur Gesundheitsprävention sein. Im Bereich des Krafttrainings bieten sowohl High-Intensity- Training (HIT) wie auch Whole-Body Elektromyostimulation (W B-EMS) optimale Voraussetzungen, wobei deren Einfluss auf das kardiometabolische Risiko kaum erforscht ist. Ziel der Studie ist es HIT und W B-EMS hinsichtlich deren Einfluss auf kardiometabolische Risikofaktoren bei untrainierten Männern mittleren Lebensalters zu vergleichen.

Methodik

Für die Untersuchung wurden untrainierte Männer (30-50 Jahre) randomisiert in zwei

Interventionsarme eingeteilt, wobei die eine Gruppe über 16 Wochen trainierte (bipolar, 20min, 85Hz, 350ms, intermittierend) während der andere Interventionsarm ein ebenso langes HIT-Training (2TE/Wo), das als Einsatztraining bis zur muskulären Ausbelastung bekannt ist, durchführte. Als Studienendpunkte wurden der Z-Score für das metabolische Syndrom, orientiert an der Definition der IDF (Int. Diabetes Federation, A lberti et al (2006)), gewählt sowie das abdominale Fett und gesamte Cholesterin/HDL-Cholesterin.

Ergebnisse

Die Ergebnisse zeigen eine vergleichbare Zeiteffektivität (~30min/TE; HIT: 60min/Wo vs. WB-EMS: 30min/ Wo) in Hinblick auf die Netto-Trainingszeit. Beide Methoden bringen vergleichbar signifikante Verbesserungen (p=.096) hinsichtlich des MetS-Z-Score (HIT: p=.031 vs. W B-EMS: p=.001) sow ie des abdominalen Fettgehalts (HIT:-4,5±8,1%, p=.014 vs. W B-EMS:-4,0±5,2%, p=.002) hervor. Entgegen der Erwartungen ergeben sich keine signifikanten Veränderungen der Cholesterin/HDL-C-Rate (HIT: -2,7±7,4, p=.216 vs. W B-EMS: -2,2±10,2, p=.4 41).

Fazit

Zusammengefasst stellen sowohl HIT als auch W B-EMS vergleichbare effektive, attraktive und zeitsparsame Methoden zur Reduktion kardiometabolischer Risikofaktoren für untrainierte Männer mittleren Lebensalters dar. Einhergehend mit den Effekten auf Muskelmasse und Kraft kann W B-EMS als effektive aber hochpreisige Trainingsvariante für eine Zielgruppe mit geringen zeitlichen Ressourcen, die nicht gewillt sind, ein klassisches HIT-Training durchzuführen, angesehen werden.

(WEISSENFELS, A. / TESCHLER, M. / VON STENGEL, S. / KEMMLER, W. /BEBENEK, M., IMP Erlangen 2016).